Bericht: Verdächtiger in VW-Spitzelaffäre gestorben

Bericht: Verdächtiger in VW-Spitzelaffäre gestorben

Dramatische Wende im VW-Skandal um heimlich mitgeschnittene Gespräche: Der mutmaßliche Maulwurf soll tot in einem brennenden Auto gefunden worden sein.

Der Verdächtige, der interne Gespräche des VW-Konzerns aufgezeichnet haben soll, ist offenbar bereits am Montagabend gestorben. Das berichten die „Wolfsburger Nachrichten“ und berufen sich auf mehrere, unabhängig voneinander mit der Sache vertraute Personen.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen einem möglichen Zusammenhang zwischen einer in einem brennenden Auto gefundenen Leiche und der VW-Abhöraffäre. Die Obduktion sei abgeschlossen, die Identität aber noch nicht abschließend geklärt.

Laut der Zeitung handelt es sich dabei um den Verdächtigen in der Spitzelaffäre. Die Staatsanwaltschaft teilte indes mit, bei der Untersuchung seien keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden worden, die zum Tod des Mannes geführt haben könnten.

Staatsanwaltschaft untersucht Verbindung zu Wohnhausbrand
Zuvor wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft auch die Umstände eines möglichen Brandanschlags auf das Haus des mutmaßlichen konzerninternen Spitzels untersucht. „Ein möglicher Zusammenhang zu dem Brandverfahren wird von uns geprüft“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag mit.

Bevor der Konzern im März 2018 alle Verträge mit dem Zulieferer Prevent gekündigt hatte, sollten Unternehmensvertreter länger beraten haben, ob und wie der Zulieferer „ausgesteuert“ werden könnte, wie es im Branchenjargon heißt. Diese Gespräche soll ein leitender Volkswagen-Mitarbeiter in den Jahren 2017 und 2018 mitgeschnitten haben – der Autobauer stellte daraufhin Strafanzeige.

Das Online-Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ hatte zuvor über Untersuchungen rund um das mögliche Branddelikt in dem Wohnhaus sowie die Abhöraffäre berichtet.

admin

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