Der Deutsche Alpenverein und seine Kooperationspartner, die
Bayerische Staatsforsten sowie die Bayerische Forstverwaltung, ziehen nach
Abschluss der Aktion Schutzwald eine positive Bilanz für 2008: An den insgesamt
16 Aktionswochen in alpinen Schutzwald-Revieren beteiligten sich 107 Frauen
und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Helfer setzten rund 21.700
Pflanzen in steilen Hängen und pflegten neun Kilometer Zugangswege.
Die freiwilligen Helfer, die zwischen Berchtesgaden und dem Allgäu im Einsatz
waren, pflanzten unter fachlicher Anleitung der Förster. Grundlage der
Pflanzaktionen sind forstliche Fachplanungen, die für alle Flächen notwendige
Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Schutzwaldes festlegen. Von
menschlicher Hand wird nur auf solchen Flächen nach gepflanzt, wo
beispielsweise witterungsbedingt von selbst keine Naturverjüngung stattfindet.
Die während der Aktion Schutzwald im Jahr 2008 eingesetzten rund 21.700
Ballenpflanzen waren auf sieben Laub- und Nadelbaumarten verteilt. Angestrebt
wird eine durchmischte Baumartenverteilung, die auch dem veränderten Klima
gewachsen ist. Die Buche als trockenheitsresistente Baumart spielt zum Beispiel
auch im alpinen Schutzwald eine wichtige Rolle. Ebenso die Tanne: Die
freiwilligen Helfer brachten an den frischen Trieben von noch kleinen Tannen
spezielle Klammern an, die einen Verbiss durch Wild verhindern.
Zusätzlich setzten die Helfer Steige instand: Dabei handelte es sich um schmale
Zugangswege, die die Arbeit in den einzelnen Flächen erst ermöglichen. In
einigen Wochen wurden auch mehrjährige Bestände ausgedünnt, um den
Aufwuchs der gewünschten Baumarten weiter zu fördern.
Ergänzend zu den Arbeiten führten die Ämter für Landwirtschaft und Forsten
Weilheim und Rosenheim in vier Aktionswochen Fach-Exkursionen für die
freiwilligen Helfer durch.
Eines der Hauptmotive der Teilnehmer: Sich aktiv für die Natur zu engagieren,
der Natur etwas zurückzugeben. Dazu nahmen sie teils weite Anfahrtswege auf
sich: Teilnehmer der Aktion Schutzwald reisten aus dem Ruhrgebiet, aus
Hamburg oder aus Berlin in den bayerischen Alpenraum. Aber auch aus der
unmittelbaren Umgebung der Einsatzflächen, beispielsweise Halblech oder
Garmisch-Partenkirchen, kamen Teilnehmer.
Übernachtet haben die Gruppen in einfachen Diensthütten der Bayerischen
Staatsforsten. Wenn dies nicht möglich war, kamen sie in DAV-Hütten,
Gasthäusern oder Ferienwohnungen unter.
Der Deutsche Alpenverein organisiert die Aktion Schutzwald seit mehr als 20
Jahren. Betreut werden die vier- bis zwölfköpfigen Gruppen, die aus
erwachsenen DAV-Mitgliedern und Nichtmitgliedern bestehen, von den
kompetenten Mitarbeitern der alpinen Reviere des Unternehmens Bayerische
Staatsforsten AöR sowie der Forstverwaltung. Die Aktion Schutzwald wird auch
im Jahr 2009 fortgesetzt – Voraussetzung für die Teilnahme: Trittsicherheit und
gute Bergstiefel. Das Programm erscheint im Februar 2009 und kann bereits jetzt
vorbestellt werden.
Zwanzig Jahre besondere Bücher, dafür steht der Knesebeck Verlag. | > mehr |
Helfen Sie dem care&click e.V. und starten Amazon-Käufe hier.