care & click charity

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Montag, 17. Dezember 2007 14:06 Uhr
Kategorie: Klima Bücher, Multimedia

Von: Redaktion

write&change: November Gewinner

Die November-Gewinnergeschichte des Schreibwettbewerbs write&change von care&click, Literature.de und phonobrand steht fest. Die Geschichte "Elemente" der Hamburgerin Eszter Váci überzeugte die Jury.

Novemberbild

Die Autorin beeindruckte die Jury aus den Redaktionen von care&click, Literature.de und dem Knesebeck-Verlag durch die Einbindung des vorgegebenen Bildes in eine bewegende Geschichte und durch ihre eindrucksvolle Verwendung der Sprache. care&click freut sich, die write&change Gewinnergeschichte von Eszter Váci und ihre Vertonung zu präsentieren:

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Die Sprecher

 


Karen Schulz-Vobach:

Ausbildung: Sprechererziehung und Schauspielunterricht (privat), Video-Journalistin, Synchron – Coatching Hörbücher, Synchronsprecherin, Werbung, Hörspiele.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anno Koehler:

Ausgebildeter Schauspieler. Rollen unter anderem im Tatort und in der Literaturverfilmung Die Wolke.

 

 

 

 

care&click bedankt sich herzlich bei Anno Koehler und Karen Schulz-Vobach für ihr Engagement.

  
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Elemente

von Eszter Váci
als Podcast downloaden

„Manch einer ist in seiner Erbitterung härter denn ein Stein, sein Herz aber ist voll von gärenden Träumen.“
Fjodor Michailowitsch Dostojewskij

 

Eine Schotterstraße ins Morgen, von Schaum überzogen.Jede Welle schiebt Nachschub heran und greift sich beim Rückzug ihren Anteil an Gestrandeten. Ich bücke mich, stibitze einen, wir bewundern ihn, du hebst einen zweiten auf. Wir ziehen weiter und füllen unsere Jackentaschen, du deine mit flachen Eiersteinen, ich meine mit Herzgeformten. Wir tauschen Fundgeschenke, staunen, lachen. Du bist wunderschön. Die Sonne vergoldet dich und der Wind liebzaust dein Haar.

 

Ich genieße es, dich nur mit den Unendlichen zu teilen. Sie vertreiben die Gedanken an die Restwelt, und wir atmen pure Gegenwart. Befreit von Gesprächsblasen über Familienmitglieder und Freundesfreunde, sind wir aus der Masse in die Zweisamkeit enthoben.

Ich hocke mich hin und suche nach einem Exemplar, das mir helfen könnte. Es muß so besprechbar sein, daß wir dich zu halten vermögen, deine Aufmerksamkeit darf nicht nach flüchtiger Betrachtung wieder schwinden, ich will sie ausdehnen und dazu nutzen, dich zu erreichen.

Eine Welle beleckt meine Fußspitzen und kriecht durch Schuhe und Socken an meine Haut. Trotzdem gebe ich dieses Forum nicht auf: Die Versammelten sind klein genug, um von deinen Fingern umschlossen zu werden und ausreichend groß für eine Erinnerung. Ich spüle sie und prüfe Farben und Oberflächen. Glimmer. Löcher. Abbruchkanten.
 
Du ahnst nicht, daß ich mich in mir winde, während ich zwischen den Steinen nach Worten suche. Von ihnen hängt viel ab, denn du sicherst dich durch Detonation gegen Annäherungsversuche, und mein letzter hat den Riß hinterlassen, der bei einer Wiederholung zum Krater werden kann. Bleibe ich jedoch auf der sicheren Seite, erhalte ich keine Gewißheit über meine Vermutung, daß du unter der Glanzschicht korrodierst.Ich parke die Frage auf der Zunge und schaue auf, doch du bist nicht mehr an meiner Seite, hast dich vom Pfad gelöst und wendest dich der Weite zu. Ich lese die Bitte in deiner Silhouette, entlasse den Auslöser und ergreife statt seiner eine Linse, die glatt und warm deine Hand füllen wird.


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