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Montag, 03. November 2008 09:58 Uhr
Kategorie: Klima Leben

Von: AM

Warum Eisbären Obama wählen würden

Obwohl die republikanische Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin aus dem kalten Alaska kommt, punktet Barack Obama mit konkreten Klimaschutzzielen. John McCain und Sarah Palin sind zu sehr im Klima-Korsett ihrer Partei gefangen.

Bild: Pixelio.de

Der Eisbär ist in den letzten Monaten wie kein anderes Tier zum Symbol der weltweiten Erwärmung geworden. Genau wie Barack Obama den Willen der Vereinigten Staaten zu Veränderung und Wandel nach den Bush Jahren verkörpert.

 

Zu diesem Veränderungswillen gehört der Abschied von der mehr und mehr isolierten Rolle Amerikas in punkto Klimaschutz. Im Unterschied zu seinem Konkurrenten John McCain, der als Republikaner angibt, mehr Wert auf Klimaschutz legen zu wollen als Amtsinhaber George W. Bush kann Barack Obama dabei nicht nur auf einen erfahrenen Beraterstab in Sachen Klima zurückgreifen, sondern nennt im Unterschied zu McCain konkretere Zahlen und Vorhaben, sollte er ins Weiße Haus einziehen.

 

 

McCain: Die Bürde der Partei

 

McCain ist nicht Bush, vielleicht am allerwenigsten in Klimaschutzfragen. Dennoch oder gerade deswegen muss sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Herausforderungen innerhalb seiner Partei stellen. Gerade unter Republikanern ist der Klimawandel und seine Ursache im menschlichen Handeln umstritten – umstrittener als bei Anhängern der Demokraten. Auch Sarah Palin aus Alaska, die von allen Präsidentschaftswahl-Akteuren Eisbären zumindest räumlich am nächsten ist, hilft bei der klimapolitischen Gratwanderung des Republikaners kaum.

 

Ganz anders Barack Obama: Mit Friedensnobelpreisträger Al-Gore als potentieller Klimaberater in  seiner kommenden Regierungsmannschaft und zahlreichen Energie- und Umweltexperten wie July Anderson (ehemalige Klimawandelexpertin bei der Union of Concerned Scientists) und dem Berkley Energie- und Ordnungspolitik Professor Daniel Kammen hat der demokratische Kandidat jede Menge Klima-Kompetenz hinter sich versammelt.

 

 

Obama: Emissionshandel und Unabhängigkeit

 

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die klimapolitischen Vorhaben von Obama und McCain nur graduell. Beim näheren Hinsehen wird jedoch schnell ersichtlich, dass Barack Obama in seinen  Plänen weitaus konkreter wird als sein Konkurrent. So wollen beispielsweise sowohl Obama als auch McCain die Vereinigten Staaten von Ölimporten unabhängiger machen.

 

Während McCain das bis 2025 irgendwie bewerkstelligen will sieht Obamas Plan eine Reduzierung des Verbrauchs an Öl um 35 Prozent bis 2030 vor. Ähnlich sieht es in Sachen Energieeffizienz aus: Obama will diese um 50 Prozent erhöhen während McCains Absichten zur verbesserten Technologienutzung sich eher wie eine Absichtserklärung als ein Programm lesen.

 

Barack Obama kündigt zudem an, zahlreiche Arbeitsplätze im „grünen“ Bereich zu schaffen. Anfangs ähnlich wie in Deutschland geschehen durch Investitionen von rund 150 Milliarden Dollar über 10 Jahre hinweg als Anreiz. Zudem setzt sich der Demokrat für den Emissionshandel ein. Hier nennt McCain übrigens auch Zahlen: 60 Prozent unter dem Stand von 1990 sollen die US-Emissionen 2050 liegen. Obama peilt dagegen einen Wert von 80 Prozent an. Die Eisbären wird es freuen.


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