Mit Graffiti Reklame zu machen ist heute nichts Neues mehr: Nike-Logos oder Coca-Cola-Schriftzüge sind an vielen kahlen Brandmauern zu finden. Doch Nachteile wurden oft bemängelt: Verunstaltung öffentlicher Plätze, Benutzen umweltschädlicher Sprays, hoher Aufwand beim Entfernen.
Die geniale Lösung fand Werbemacher Kristian Jeffrey beim Spaziergang durch die schmutzigen Straßen Londons: Warum nicht gleichzeitig saubermachen und werben? Seine neue, umweltfreundliche Streetart-Technik ermöglicht graffitiartige Reklame ohne jedes Spray.
Mit Hilfe von Hochdruckreinigungsmaschinen werden Werbesprüche und Logos auf schmutzige Gehsteige oder Mauern „hineingewaschen“. Dazu werden von SAS riesige Schablonen zu den Designs der Auftraggeber angefertigt. Diese werden auf den schmutzigen Untergrund gedrückt, der daraufhin mit Wasserdampf und klarem Wasser gesäubert wird. Übrig bleibt ein sauberes, helles Logo, das sich klar vom Boden abzeichnet.
Diese neue Werbemethode ist eindeutig umweltfreundlich: Alles was man dazu braucht, ist Wasser, Dampf und eine schmutzige Straße oder Hauswand. Dazu kommt, dass die strahlenden Logos auf dem dreckigen Untergrund ein echter Blickfang sind und somit auch ihren Zweck erfüllen. Und wenn man die Werbung nicht mehr sehen möchte, genügt es einfach, den umliegenden Untergrund auch zu reinigen. Bisher arbeitetet SAS vor allem in England, doch Jeffrey hofft, bald weltweit die schmutzigen Straßen mit Wasserdampf-Designs verschönern zu können.


