Ein Stufenmodell mit der Senkung des CO2-Grenzwertes bis 2015 lehnte der europäische Umweltausschuss letzte Woche in Brüssel jedoch ab. Hiermit hätte jeder Automobilhersteller selber entscheiden können, welchen seiner Fahrzeugtypen er auf das angestrebte Sparziel anrechnen lässt. Ein Anreiz in neue, spritsparende Technologien zu investieren wäre somit weggefallen.
Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn kritisierte Gabriels Äußerungen. Er setzte eine stufenweise Einführung des CO2-Grenzwertes mit verlorenen Jahren für den Klimaschutz gleich. Zudem bemängelte er, Gabriel würde sich auf die Seite der Autoindustrie und somit gegen den Klimaschutz stellen.
Sigmar Gabriel hingegen will weiter bei seiner Meinung bleiben, obwohl die Suche nach einem Kompromiss „neuen Streit entfachen werde“. Die deutsche Autoindustrie könne die Forderungen des EU-Umweltausschusses im Gegensatz zur italienischen und französischen Konkurrenz kaum bis 2012 erreichen. Der durchschnittliche CO2-Ausstoss liegt in Europa momentan bei 160 g/km, deutsche Fahrzeuge kommen sogar auf etwa 170 g/km.
Eine endgültige Entscheidung über die Regulierungen wird vom Plenum des EU-Parlaments im November erwartet.



charly schrieb am 01.10.2008 21:34
Dein Kommentar
Ein Automobilwerk ist eigentlich nichts anderes als ein Motorenwerk, dem eine Blechschlosserei und eine Designbüro angeschlossen sind, der Rest wird von Zulieferern gemacht. Dieses ist der einzige Grund den ich mir vorstellen kann, warum sich viele Automobilhersteller weigern den CO2-Ausstoß zu verringern - um noch möglichst viel aus der bereits abgeschriebenen Museumstechnologie, dem Verbrennungsmotor, herauszuholen.
Zwar denke ich das der Hybridantrieb auch nur eine Zwischenlösung ist, bis bessere Stromspeicher entwickelt werden, doch eine notwendige. Und ich hoffe das der Konsument, solchen Firmen die wie zum Beispiel den MINDSET E-Motion produzieren, zum Durchbruch verhelfen.