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Donnerstag, 27. März 2008 12:48 Uhr
Kategorie: Klima Leben, Klima News

Von: SB

Riesiger Schelfeisblock löst sich

Die Entwicklungen in der Antarktis und das Schmelzen der Gletscher geistern seit Wochen durch die Nachrichtenlandschaft. Wie ernst die Lage ist, zeigt der Bruch einer gigantischen Eisfläche in der südwestlichen Antarktis, rund 1000 Kilometer von der Küste des argentinischen Feuerland entfernt. Die insgesamt 405 Quadratkilometer große Eisfläche ist nun vom Wilkins-Schelfeis abgebrochen und hängt nur noch an einem schmalen Streifen an der vorgelagerten Insel.

pixelio.de

Forscher des Britisch Antarctic Surveys (BAS) und des US-amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC) berichten von der Ablösung eines 41 Kilometer langen und 2,5 Kilometer breiten Schelfeisschildes in der Antarktis. Falls sich der Eispanzer auch noch von seiner letzten Verbindung zu dem 13.000 Quadratkilometer großen Wilkins-Schelfeis lösen sollte, droht in naher Zukunft das Auseinanderbrechen der kompletten Eisfläche.

 

Ursache ist der Klimawandel

 

Die Besonderheiten des so genannten Schelfeises liegen darin, dass es zum einen in der Regel relativ alt, und zudem einige hundert Meter dick ist. Derartige Eismassen bilden oftmals die Verlängerungen der Festlandgletscher ins Meer.

In den letzten zehn Jahren ist es mehrfach zu Brüchen in der Schelfeisfläche gekommen, da sich das dortige Klima in den vergangenen 50 Jahren um 2,5 Grad Celsius erwärmt hat. So schnell ist die Temperatur nirgendwo sonst auf der Erde angestiegen.

 

Der US-Wissenschaftler Ted Scambos, Mitarbeiter des NSICD, sieht dahingehend die Ursache der Ereignisse in dem vom Menschen verursachten Klimawandel. Durch die warmen Meeresströmungen werde das Wilkins-Schild weiter fortbewegt. Allerdings seien für die kommenden Monate nun keine neuen Veränderungen mehr zu erwarten, da der Sommer auf der Südhalbkugel nun seinem Ende entgegentritt. „Für diese Saison ist das Spektakel vorbei“, so Scambos.

 

Zukunftsaussichten

 

Erholen wird sich das Meereis in der Antarktis wohl kaum noch. Diese Meinung vertritt zumindest Scambos Kollege bei der NSICD, Walter Meier, in der Zeitung The Sault Star aus dem kanadischen Ontario. Obwohl sich die antarktische Fläche nach dem Rekordrückgang aus dem vergangenen Sommer momentan wieder leicht erholt zu haben scheint, verzeichnet Meier diesen Umstand nicht als Erfolg. Die neuen Flächen seien so dünn, dass sie beim nächsten warmen Temperaturanstieg sofort wieder verschwinden könnten.

 

Wie sich die Lage des 13.000 Quadratkilometer großen Wilkins-Schelfeis weiter gestaltet, wird sich auf Grund der saisonalen Wetterlage wohl erst zu Beginn des kommenden Jahres zeigen.

 


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Kommentare

Rydyry schrieb am 03.04.2008 09:51

DANKE!! zwinker




redaktion schrieb am 02.04.2008 09:49

Das Missverständnis hat sich aufgeklärt und die Namen wurden unverzüglich korrigiert!




Rydyry schrieb am 02.04.2008 08:33

Die nachricht ist uneindeutig.
Es wird ständig von der Arktis geschrieben, dann taucht Feuerland und argentinisch auf.
Wenn wir uns thematisch auf der Südhalbkugel befinden, müsste sich von der Antarktis ein Stück gelöst haben. Arktis ist auf der Nordhalbkugel.
Bitte um Korrektur. Evil



 

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