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Donnerstag, 15. Mai 2008 14:23 Uhr
Kategorie: Klima Leben, Klima News

Von: SB

Pläne für biologische Vielfalt

Die UN-Naturschutzkonferenz, die am kommenden Montag in Bonn stattfindet, wird sich reger Beteiligung erfreuen. Schon jetzt haben sich mehr als 5.700 Teilnehmer aus mehr als 190 Staaten angekündigt. Für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine gute Ausgangsposition, um seine Ziele für die Konferenz auch in die Tat umsetzen zu können. Der internationalen Biopiraterie sagte er aber schon vorab den Kampf an.

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Die 9. Vertragsstaatenkonferenz  der Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt (CBD) ist das letzte Treffen vor 2010. Bis dahin sollte das Ziel von 1992, den weltweit anhaltenden Verlust der Biodiversität entscheidend zu verringern, erreicht werden. Der Fahrplan dafür wird ab kommendem Montag in Bonn beschlossen.

 

Trotz des internationalen Bekenntnisses der Vertragsstaaten, das bereits beim letzten CBD-Treffen 2002 in Johannesburg von den Beteiligten bestätigt worden war, hat sich die Lage nicht verbessert. Im Gegenteil nimmt die biologischen Vielfalt weltweit sogar dramatisch ab.

 

Gabriels Ziele

 

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hält vor allem Maßnahmen gegen die anhaltende Biopiraterie für eines der wichtigsten Ziele der Konferenz. Denn Industrienationen, die sich unerlaubt und vor allem unentgeltlich im Regenwald genetischer Ressourcen bedienen, würden zu Recht von den Entwicklungsnationen als Biopiraten betitelt. Von dem Profit der daraus hergestellten Medikamente bleiben die Regenwaldnationen meist ausgeschlossen. Beim Zugang zu genetischen Ressourcen und dem gerechten Verteilsausgleich, dem so genannten Access and Benefit Sharing (ABS), müssten daher Fortschritte gemacht werden, so Gabriel.

 

Weiterhin will der Bundesumweltminister auf der Konferenz eine verbesserte Finanzierung des globalen Biodiversitätsschutzes auf den Weg bringen und eine passende Strategie zur Mobilisierung finanzieller Ressourcen ausarbeiten.

 

Auf der Konferenz sei es zudem ein zentrales Anliegen von Deutschland ein weltweites Netz von Schutzgebieten sowohl an Land als auch auf dem Meer zu errichten.  Dabei soll  dem Bundesumweltminister zufolge die deutsche Initiative LifeWeb federführend wirken. Die Grundidee der Initiative, die Gabriel auf der Konferenz vorstellen will, ist der Austausch von Schutzgebieten und Finanzmitteln. Wenn Staaten sich dazu bereit erklären, mehr Flächen als geschützt auszuweisen, sollen ihnen im Gegenzug dazu Finanzmittel der Weltgemeinschaft zur Verfügung gestellt. Dadurch soll das weltweite Netz von Naturschutzregionen vergrößert und besser verknüpft werden. 

 

 

 


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Kommentare

esprit schrieb am 15.05.2008 15:48

Bin gespannt, was diese Konferenz für Ergebnisse bringen wird.



 

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