Fahrräder, Hantelmaschinen und Laufbänder sind an Generatoren angeschlossen, die rund 200 Watt produzieren. Das reicht aus, um die Soundanlage, Fernseher und Laptops im Studio mit Strom zu versorgen. Doch das ist nicht das einzige, was das Green Microgym von Personaltrainer Adam Boesel in Portland, Oregon, von anderen Fitnesscentern unterscheidet.
Boesel hat bei der Auswahl seiner 70 eingetragenen Mitglieder darauf geachtet, dass sie in der Nachbarschaft leben, so dass die Anfahrt mit dem Auto überflüssig ist. Das rechtfertigt auch die Tatsache, dass es dort keinerlei Duschen oder Trinkwasservorrichtungen gibt, ebenfalls um Energie zu sparen. Auf dem Dach soll in Kürze eine Solaranlage installiert werden, die geschätzte acht Kilowatt Strom produzieren soll, so Boesel.
Die Idee die aufgewendete Energie von Fitnessstudios für die Stromgewinnung zu nutzen, hat Boesel aus Japan. Denn in Hongkong eröffnete bereits vor einem Jahr der California Club, der mit ähnlichen Geräten arbeitet.
Fitness-Studios wie das Green Microgym oder der California Club in Hongkong könnten bald weiter verbreitet sein. Denn sie tragen nicht nur zur körperlichen Fitness, sondern auch zur Verminderung der eigenen Emissionswerte bei. „In zwanzig Jahren werden vielleicht alle Fitnessgeräte mit Generatoren ausgestattet sein“, schwärmte Boesel indes vor kurzem in der Online-Ausgabe der New York Times.
David Butcher, ein Webmanager aus Kalifornien, ist währenddessen schon vor einigen Jahren auf die Idee gekommen, sein Fitnessprogramm mit Stromgewinnung zu verbinden. In seinem Keller baute er in den vergangenen zwei Jahren den so genannten pedal-power-generator. Das eigenwillig anmutende Fitnessgerät, das aus einem fußbetriebenen Generator besteht, hat ihn nicht nur wieder fit gemacht: 45 Minuten strampelt er täglich auf seinem Gerät und betreibt dabei seinen Laptopakku, einen Staubsauber und eine Kompaktleuchtstofflampe.


