Professor Hans Joachim Schnellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimaforschung und Berater in Sachen Klima für die Bundesregierung warnt davor, die Gesellschaft könne sich durch die sanft ansteigenden Projektionen des globalen Wandels „in einer falschen Sicherheit wiegen“. Seine These: Bestimmte Regionen würden möglicherweise „noch in diesem Jahrhundert ihren kritischen Punkt erreichen“.
Mini-IPCC
Die Ergebnisse seines Forschungsprojekts bezeichnet er als „Mini-IPCC“ Studie. Beim letzten IPCC Bericht zum Klimawandel wirkten hunderte von Wissenschaftler mit, darunter 58 Forscher aus Deutschland. Die Wissenschaftler um Schnellnhuber schrieben hundertdreiundneunzig Experten an. Zweiundfünzig davon haben geantwortet. 1000 Studien lagen den Wissenschaftlern für eine Ausgewertung vor.
Ergebnisse
Nach Auswertung deren Studien sind die vom Klimawandel bedrohten Regionen folgende: Der Nordpol, die Gletscher in Grönland und der West-Antarktis, der Nordatlantik mit dem Golfstrom, der Ost-Pazifik, Monsungebiete in Südasien und Westafrika, der Amazonas Urwald und Forstregionen in Kanada und Sibirien. Durch die veränderten Klimaverhältnisse würden Entwicklungen angestoßen, die bis zu 1000 Jahre andauern.
Aussagen wie, der Nordpol und das Grönland Eis seien wegen hoher Empfindlichkeit von Klimaveränderungen besonders betroffen, sind allerdings nicht neu. Auch fehlt es teilweise an wissenschaftlichen Belegen. Keiner der Befragten hat sich über den Zustand des Nordmeeres geäußert. Sehr subjektiv gestaltet sich zudem die Auswahl des Expertengremiums: 45 Deutsche, Briten und Amerikaner. Das entspricht im wesentlichen der Herkunft der Autoren der PNAS Studie.
Frühwarnsystem
Am Ende der Studie empfehlen Schnellnhuber und Team ein Frühwarnsystem für gefährdete Gebiete. Dazu sollen natürliche Fluktuationen um langjährige Mittelwerte genau beobachtet werden. Der Kliamexperte sagte der Süddeutschen Zeitung gegenüber, je länger eine Region brauche, um nach einem Ausschlagen wieder zu einem mittleren Wert zurückzufinden, desto näher sei sie am kritischen Punkt.
Dass sich das Klima im Übrigen nicht immer nach Expertenmeinung richtet, unterstrichen erst jüngst Meldungen zum schnelleren Abschmelzen des Eises in der Antarktis.



Rydyry schrieb am 11.03.2008 18:24
Danke, das tat gut.
balljunge schrieb am 12.02.2008 16:27
@Rydry: Ha! Da hast du nofoture wohl in Grund und Boden argumentiert....war aber auch ein seltsamer Typ...un der Name :-) *lol*
Rydyry schrieb am 08.02.2008 14:04
Nun habe ich mich wieder soweit beruhigt, dass ich nun hier meinen vorletzten Kommentar abgebe:
Es nicht um eine Hysterie, sondern um eine notwendige Auseinandersetzung mit unserer Einstellung dem Planeten gegenüber!
Wenn das Klima kippen wird und unsere natürlichen Lebensbedingungen sich drastisch einschränken, dann ist dies von primärer Bedeutung.
Natürlich müssen wir innerhalb unserer Gesellschaft gegen unhaltbare Auswüchse vorgehen. Dennoch gilt es die Prioritäten angemessen zu setzen.
Wir haben keinerlei Vorstellung, von dem was uns in einem gekippten Klima erwartet, weil unsere Zivilisation sich in einer Zeit der relativen waremen Stabilität befunden hat.
Dies stellt aber lediglich eine Zwischenphase dar, denn es ist nun mittlerweile bewiesen, dass das Klima immer den unterschiedlichsten Umschwüngen unterworfen war und es auch bleiben wird. Viele Faktoren spielen in dieses komplexe Zusammenspiel mit, so dass eine eindeutige Zuweisung nicht funktionieren kann, da man noch forscht
Bri schrieb am 08.02.2008 13:55
Tja, wenn wir dann wegen des Klimawandels keine Existenzgrundlage mehr haben, dann lohnt es sich ja sicher, sich um solche Dinge wie Bankenkrise oder so vorrangig zu kümmern ...
Rydyry schrieb am 07.02.2008 17:37
ohohohohohohohoh - kein Kommentarrrr
nofuture schrieb am 07.02.2008 17:28
@shadowman
as mit dem Golfstrom wurde doch auch relativiert, weil die Forscher nicht genau gemessen haben. Das meine ich: Totale Hysterie mit dem Klimawandel. Kümmern wir uns lieber um Jugendliche, die Leute zusammenschlagen oder die Bankenkrise....schön abend nf
nofuture schrieb am 07.02.2008 17:27
@Bri: Ich meine ja nicht, dass man nichts ändern muss. Ganz im Gegenteil. Aber gibt es nicht wichtigeres als den Klimawandel? Der ist in meinen Augen viel zu sehr hysterisch aufgeladen. Wasserdampf, dass belegen Studien ist viel schädlicher für das Klima als zum Beispiel C02 und den gibt es schon immer. Das auf und ab der Temperatur ist eben normal.
ShadowMan schrieb am 07.02.2008 12:13
oh man... nofuture... dann wart mal ab bis aufgrund der globalen Erwärmung der Golfstrom zum erliegen kommt und wir hier in Europa eine neue Eiszeit kriegen. Dann hast du auf einen Schlag tausendmal mehr Kältetote als durch die Erwärmung gerettet wurden... tss tss tss...*kopfschüttel* von den Leuten die im Sommer an der extremen Hitze sterben mal ganz zu schweigen...
Bri schrieb am 07.02.2008 12:11
@nofuture
nee, os ganz kann man das nicht sehen. Frag mal einen Geoökologen! Von dem Buch habe ich zwar schon auch gehört, aber das ist eine Meinung! Da gibt es ganz andere. Klima verhält sich doch auch global. Und was heißt hier dem Klimawahn die Luft rauslässt?? Die Wüsten werden immer größer, die Pole schmelzen, der Meeresspiegel steigt und das hat alles aufeinander und in verschiedenen Regionen der Erde keinen Einfluss? Wie kurz ist denn das gedacht? Oder ist das überhaupt gedacht??? Und ausserdem heißt die Argumentation dann auch, wir müssen nix ändern, weder in unserem gesellschaftlichen Denken und Handeln, noch sonstwo. Nee danke, dann ist dein Name echt Programm. Darauf hab ich keinen 'Bock.
nofuture schrieb am 07.02.2008 11:31
@Bri - neee...in china ist das eine Wetterkapriole und nicht der Klimawnadel. Wetter und Klima sind unterschiedliche Dinge. Wenn es in Mitteleuropa wärmer wird, gibt es weniger Kältetote, so zu lesen im Buch cool it von Bjorn Lomberg, einer der dem Klimawahn mal die Luft rausläßt
Bri schrieb am 07.02.2008 10:16
@nofuture
weniger Kältetote durch den Klimawandel - was soll das denn?? Bin ich hier im falschen Film?? Hast Du nicht mitgekriegt, was in China abgeht? Wie es da schneit ... und Kältetote gibt es, weil unsere Gesellschaft nur auf Leistung aus ist und Kapital und da eben nicht jeder mithalten kann. Gott, das ist ja schon zynisch so was zu behaupten, dass der Klimawandel weniger Kältetote zur Folge hätte.
nofuture schrieb am 07.02.2008 09:47
OOOOOO mal eine ganz neue Erkenntnis....
@shadow man: hast du schonmal daran gedacht, dass der Klimawandle auch positive Folgen hat, z.B. weniger Kältetote....
ShadowMan schrieb am 06.02.2008 01:14
Hmm, jo.. ich denke es genügt ja schon die Erkenntnis das es falsch ist wie wir bisher leben. Das es in einer Katastrophe endet wenn's so weitergeht ist ja klar... wie lang es dauert und wie die Katastrophe aussieht ist dagegen schwer zu sagen. Allein das Wissen DAS es falsch ist reicht mir aber... so kann's nicht weitergehen und wir sollten tun was wir können um die Schäden so gering wie möglich zu halten und auf die Weise der Erde die Möglichkeit zu geben sich wieder zu erholen.