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Montag, 01. Februar 2010 09:58 Uhr
Kategorie: Interview, TopThema

Von: FH

“It´s The Earth That Moves“

Der französische Musiker Bibi Tanga und seine Band "The Selenites" versuchen mit Auftritten bei Veranstaltungen wie dem „Earth Day“ in Rom auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. care&click sprach mit ihm über seine afrikanischen Wurzeln, das Problem der Umweltverschmutzung und Musik als Mittel zum Zweck.

Bild: beatsinternational.com

care&click: Deine Musik wird stark von afrikanischen Beats beeinflusst. Wo sonst haben deine Herkunft und dein familiärer Hintergrund Einfluss auf dein tägliches Leben? Wo siehst du die wesentlichen Unterschiede zwischen der europäischen und der afrikanischen Lebensweise?

 

Bibi Tanga: Meine afrikanische Herkunft gibt mir ein stärkeres Gefühl dafür, Dinge zu teilen. Das ist etwas wichtiger als in der europäischen Tradition. Ich habe ein sehr viel bewussteres Verhältnis zum Konsum. Ich komme aus einem armen Land, deshalb mag ich es nicht, etwas zu verschwenden oder unnütze Dinge zu kaufen.

 

2009 bist du beim „Earth Day“ in Rom aufgetreten. Also ist dir Engagement für die Umwelt sehr wichtig?

 

Ja, natürlich! Ich bin über die aktuellen Entwicklungen sehr beunruhigt und versuche, bei jeder meiner Aktivitäten Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen.

 

Was meinst du: Waren die Leute in Rom eher an deiner Musik interessiert und daran, Spaß zu haben  oder sind sie wegen der Aussage gekommen, die hinter dem „Earth Day“ steckt?

 

Ich denke, wegen beidem. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die jungen Leute in Europa ein starkes Bewusstsein für den Klimawandel und die Probleme der Umweltverschmutzung haben. Dieses Konzert hat ihre Meinung nicht geändert, sondern nur dabei geholfen, sie in im Rahmen eines spaßigen Festes daran zu erinnern.

 

Einer deiner Songs heißt „It´s the earth that moves“. Sollten sich aber nicht auch die Leute auf der Erde bewegen, um den Klimawandel zu verhindern?

 

Auf jeden Fall! Aber sie sollten sich nicht bewegen, um vor dem Problem zu flüchten. Sie müssen dort daran arbeiten, wo sie leben!!

 

Ende Januar startet deine Europa-Tour. Wir gehen bestimmt richtig in der Annahme, dass du überall mit dem Zug hinfährst, um das Klima zu schützen, oder?

 

Wir fahren mit dem Zug, soviel wir können, aber manchmal geht es nicht, ohne ein Flugzeug zu benutzen. Wenn wir zum Beispiel zwei Auftritte kurz hintereinander an zwei sehr weit voneinander entfernten Orten haben, können wir die nicht anders erreichen. Oder wenn wir an sehr weit abgelegene Orte müssen, wie Istanbul oder La Reunion.

 

 

Bibi Tanga, danke für das Gespräch!

 

 

 

 

 


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