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Mittwoch, 11. November 2009 13:31 Uhr
Kategorie: Klima Leben, Interview

Von: AM

Freiheit und Verantwortungsbewusstsein

Das aktuelle Album des Musikers Curse heißt „Freiheit“. care&click fragte nach, ob und was Freiheit für ihn mit dem Klimawandel zu tun hat.

Bild: Premiumblend

care&click: Eine besonders unerwartete Frage zum Anfang: Was bedeutet in drei Sätzen Freiheit für dich, wenn du an den Klimawandel denkst?

 

Curse: (lacht) Ich weiß gar nicht ob ich das Wort Freiheit überhaupt mit dem Klimawandel assoziieren würde. Freiheit bedeutet ja nicht, verschwenderisch zu sein. Das Wort Freiheit würde ich deshalb in diesem Zusammenhang gar nicht verwenden, sondern eher Verantwortungsbewusstsein.

 

Was bedeutet das für dich als Künstler in diesem Zusammenhang?

 

Das ist eine Sache, die jeden angeht. Jeder kann persönlich ein paar Kleinigkeiten dazu beitragen. Ich finde man sollte sich als Künstler so was zur Herzensangelegenheit machen, wenn man das wirklich will. Es gibt aber so unglaublich viele Themen auf der Welt, die angesprochen werden sollten. Wenn man als Künstler sagen würde, es ist meine Verantwortung alle diese Themen zu behandeln, wäre man glaube ich verloren.

 

Auf deinem neuen Album sagst du in Schöne Wahrheit „Ich hör mich sagen, alles ist gut. Aber trotzdem ist das manchmal alles nur Wut“. Was macht dich besonders wütend in der Welt?

 

Damit meine ich die kleinen und großen Tücken des Alltags. Dinge die man sich anders vorstellt, die aber dann nicht funktionieren und so weiter und so fort. Es gibt tausend Sachen, wo man sich einredet, das wird schon alles und das Leben ist schön und dann erwischt man sich irgendwo doch immer wieder und denkt, das ist es jetzt aber gerade nicht. Das ist, was ich mit diesem Satz meine, dass ich eigentlich mit einer positiven Einstellung durchs Leben gehe, aber nicht davor gefeit bin zu zweifeln, oder auch zu verzweifeln.

 

Was müsste man machen um im Alltag nicht zu verzweifeln? Hast du da einen Tipp auf Lager?

 

Naja, ich glaube es kommt immer drauf an. Wenn es nicht die Gesundheit oder das Leben bedroht, muss man sich immer vor Augen führen: Das Leben geht weiter. Dann muss man gucken, wie kann ich meine Situation verbessern, wie kann ich schnell aus dieser Situation in eine Situation kommen, die mir gefällt. Da muss man dann aktiv sein. 

 

Auf deinem neuen Album Freiheit arbeitest du unter anderem mit Xavier Naidoo, Clueso, Patrice und Silbermond zusammen. Alle wie du auch sehr engagierte Künstler. Steckt da nicht eine tiefere Botschaft dahinter? So wie: Schaut hin, setzt euch gemeinsam für eine bessere Welt ein.

 

Es ist in erster Linie mein Album. Den Typen, den du rappen hörst bin ich und die Geschichten, die erzählt werden sind meine. Ich laden Künstler ein, das zu ergänzen. Der Plan dahinter war, ein Album zu machen, auf dem viel Gesang ist, weil ich persönlich darauf stehe. Dazu kommt, dass ich die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe vorher schon kannte und zu denen ich einen sehr guten persönlichen Draht haben. Ich schätze deren Musik und  denke, dass aus der Zusammenarbeit neue Dinge entstehen. Ich möchte mit jedem Album etwas machen, was interessant ist.

 

 
Letzte Frage: Was macht Curse zum Klimaschützer?

 

Was macht mich zum Klimaschützer? Es sind vor allem Kleinigkeiten:  Ich achte darauf, wenn ich mal eine Woche weg bin, bei mir zu Hause die Heizung nicht auf volle Pulle zu haben. Oder zum Beispiel wie man die Toilette spült und wie oft man in der Woche badet. Ich hab da auch Ambitionen: Wenn ich mal ein eigenes Haus habe, will ich etwas mit Solarzellen machen. Ich tue das, was ich im Rahmen meiner Möglichkeiten machen kann.


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