Die Debatten in Brüssel zogen sich über Monate hin, und mit der verstreichenden Zeit schienen auch die Ansprüche an die ursprünglichen Ziele abzuflachen. Am Donnerstag einigte sich die EU aber doch auf einen Kompromiss für mehr Klimaschutz im Luftverkehr. Ab 2012, so der Beschluss, müssen die Fluglinien für 15 Prozent ihrer Treibhausgasemissionen Klimazertifikate einkaufen, der Rest wird kostenlos zugeteilt.
Jedoch liegt die verpflichtende Beteiligung um ein vielfaches unterhalb des ursprünglich geforderten Zertifikatanteils. Allerdings könne der Kompromiss im Rahmen der Verhandlungen zum Klimapaket der EU noch weiter erhöht werden, berichtet das Bundesumweltministerium. „Die Einigung ist ein großer Erfolg“, meint Bundesumweltminister Gabriel, denn erstmals seien verbindliche Regeln auch für den Flugverkehr aufgestellt worden.
Zudem profitiere die gesamte Europäische Union davon. „Die Einnahmen fließen den Mitgliedstaaten zu und sollen für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden“, so Gabriel weiter. Damit das Geld auch wirklich sinnvoll für den Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt wird, stehen alle Länder zudem in einer Berichterstattungspflicht, die Transparenz garantieren soll.







