Der klimatische Fußabdruck eines Vegetariers dürfte unter dem Durchschnitt liegen, denn mit dem Verzicht auf Fleisch verursacht man erheblich weniger Treibhausgase als die Genießer von Steak und Würstchen. Dies belegt auch ein Bericht der Welternährungskommission der Vereinten Nationen FAO. Demzufolge trägt die Nutztierhaltung beispielsweise mehr zum Klimawandel bei, als das gesamte weltweite Verkehrsaufkommen. Daher wird der Aufruf nach mehr Klima-Vegetariern mittlerweile immer lauter. Anfang Juni hatte bereits der Leiter der UN Klimaagentur Yvo de Boer in Deutschland verkündet, die „beste Lösung wäre, wenn wir alle Vegetarier werden“ würden.
Ganz so radikal will der Ex-Beatle Gitarrist und Sänger Paul McCartney seine Landsleute nicht zum Klimaschutz animieren, denn er möchte den Briten ihr saftiges Beef keinesfalls vorenthalten. Aber er schlägt vor, einen fleischfreien Tag die Woche einzulegen, vorzugsweise immer montags. Warum ausgerechnet zum Start der Woche kein Rind, Schwein oder Geflügel verzehrt werden soll, hat nichts damit zu tun, den Verzicht auf Fleisch gleich hinter sich zu bringen, und dann den Rest der Woche der Lust an Burger, Bratwurst und Schnitzel gänzlich zu erliegen. Im Gegenteil: es habe einfach mehr Routine.
Laut McCartneys Aussage gingen viele Leute montags ins Fitnessstudio. „Mit fleischlosen Montagen ist es ein bisschen wie ins Studio zu gehen, aber mit dem zusätzlichen Vorteil, unsere Erde zu schützen“, zitiert das britische Handelsmagazin „The Grocer“ den Musiker. Ob allerdings der seit Jahren überzeugte Vegetarier McCarney mehr als nur seine treuen Fans von einem montäglichen Verzicht für den Klimaschutz überzeugen kann, wird sich erst noch zeigen müssen.







