Das Forschungsschiff James Clark Ross entdeckte bei seiner Polarexpedition an der sibirischen Küste über 250 so genannte „Hotspots“, Stellen, an denen das Treibhausgas Methan aus dem Eis entweicht. Das Klimagas entsteht, indem Mikroorganismen organisches Material zersetzen, das sich vor Jahrhunderten abgelagert hat und seitdem im Eis eingefroren ist. Freigesetzt in der Luft wirkt Methan wesentlich stärker auf den Treibhauseffekt ein als Kohlenstoffdioxid.
Die Gasblasen in Sibirien sind Klimaforschern schon lange bekannt. Die Forscher der James Clark Ross scheinen nun jedoch eine wesentlich größere Menge an Methan gefunden zu haben, als bisher vom Klimarat der Vereinten Nationen IPCC vermutet. Falls die Eisvorkommen aufgrund der Erderwärmung schmelzen sollten, würden die Gase in die Atmosphäre gelangen und so den Treibhauseffekt weiter beschleunigen.


