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Freitag, 28. März 2008 07:12 Uhr
Kategorie: Klima Leben, Klima News

Von: SB

Die Hierarchie der grünen IT

Wer ist denn nun grüner geworden? Das fragt die Umweltorganisation Greenpeace alle drei Monate die großen IT Unternehmen und veröffentlicht die Ergebnisse ihres Rankings in dem Guide to greener Electronics.

Zu den überprüften Unternehmen gehören Marktgrößen wie beispielsweise die Skandinavischen Handyhersteller Nokia und Samsung, Notebook- und PC Produzenten wie Apple und Toshiba, oder die Vorreiter in der Konsolenindustrie Sony und Nintendo.

 

Rennen um die besten Plätze

 

In der aktuellen Ausgabe musste Nokia seine bisherige Spitzenposition an Samsung und Toshiba abgeben, die momentan mit einer Bewertung von 7,7 von 10 möglichen Punkten glänzen. Grund für den Verlust der Poleposition war laut Angaben von Greenpeace die Tatsache, dass der finnische Handyhersteller seinen Recycling-Service in Indien und Russland nicht verbessert habe.

 

Toshiba zeigte dahingegen einen enormen Auftrieb und schaffte es von Platz sechs auf eins. Das hat das Unternehmen vor allem seinem weltweit eingeführten Rücknahmeprogramm zuzuschreiben. Apple hat sich mittlerweile ebenfalls von seiner schlechten Schlussposition mit 6,7 Punkten ins Mittelfeld vorgearbeitet. Diesen Umstand verdanken Steve Jobbs und seine Kollegen ihrer Ankündigung, ab Ende 2008 auf bromierte Flammenhemmer und andere giftige Stoffe bei der Produktion zu verzichten.

 

Nachzügler mit Antriebsschwäche

 

Der japanische Spielkonsolenhersteller Nintendo scheint sich hingegen auf seinen letzten Platz, weit abgeschlagen von der Konkurrenz, eingeschossen zu haben, denn das Unternehmen erreichte im Ranking lediglich 0,3 Punkte. Immerhin hat man aber jetzt überhaupt Punkte bekommen, denn noch in der letzten Ausgabe des Guide to greener Electronics trat Nintendo lediglich durch das bislang einzigartige Ergebnis von 0 Punkten ins Rampenlicht.

 

Von der Zentrale in Japan ist laut Greenpeace keinerlei Stellungnahme zu verlauten gewesen, weder zum Recycling seiner Geräte, noch zum Verzicht auf giftige Stoffe bei der Produktion.

 

Pilotprojekt aus Deutschland

 

Welche Ausmaße die Produktion von Elektroschrott in Deutschland bereits angenommen hat, zeigen die Statistiken: Hierzulande werden jährlich rund zwei Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte mit einem Kunststoffanteil von etwa 400.000 Tonnen in Umlauf gebracht. Bisher wird davon aber nur eine geringe Menge an Kunststoff verwertet.

 

Ein Unternehmen aus Fürth plant daher eine neue Recyclinganlage für Elektro- und Elektronikaltgeräte, die in Zukunft mehr Kunststoffe zurückgewinnen und verwerten kann. Mittels einer multisensorischen Sortierung sollen die Sekundärstoffe mit deutlich höherer Trennschärfe aus den gemischten Massenströmen des Elektronikschrotts aussortiert werden können.

 

Hierfür stellte das Bundesumweltministerium der Adamec Recycling GmbH aus Fürth für sein Pilotprojekt 1,5 Millionen Euro aus seinem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung.

 

 


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