Normalerweise kennt man Graffiti als Element des Hip Hop. In der Hörergunst hingegen erfreut sich Rapmusik im Gegensatz zu englischsprachiger Popmusik hingegen eher geringer Popularität. Während bei einer Allensbach Umfrage 54 Prozent der Befragten angaben, Hip Hop, Rap oder Dance gar nicht zu hören lauschen immerhin knapp zwei Drittel der Teilnehmer zumindest ab und zu englischsprachiger Popmusik.
Jetzt droht der britischen Band Coldplay im kanadischen Montreal ein Bußgeld wegen so genanntem Green oder Reverse Graffiti. Das scheint zum Gegensatz der Musikstile zu passen: Während klassisches Graffiti auf dem Besprühen von Wänden, Zügen und anderen Gegenständen beruht, basiert Reverse Graffiti im kunstvollen Reinigen von Bürgersteigen und Fassaden. Mit Hochdruck wird das Graffiti in eine schmutzige Oberfläche quasi hineingesäubert.
Coldplay, oftmals wegen ihres sozialen Engagements als Pop-Saubermänner bezeichnet, haben mit Reverse Graffiti in Montreals Straßen für ihr aktuelles Album Viva La Vida geworben. Den kanadischen Behörden ist dabei nach einem Bericht der US-amerikanischen Webseite Green Daily dabei vor allem der werbliche Aspekt auf öffentlichem Grund ein Dorn im Auge. Außerdem würden die Ordnungshüter über ein Bußgeld von 1.000 Dollar wegen eines Verstoßes gegen die städtischen Sauberkeitsbestimmungen nachdenken.
Das Bußgeld dürfte die Band jedoch nicht allzu hart treffen. Immerhin ist das Album Viva La Vida Or Death And All His Friends aktuell auf Platz drei der kanadischen Album Charts. Ganz ohne Green Graffiti belegt die Platte übrigens auch in Deutschland Platz drei.


