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Montag, 04. Februar 2008 11:44 Uhr
Kategorie: Klima Bücher

Von: Heike Geilen/ literature.de

Buch: 1001 Naturwunder

Dieses gewaltige Kompendium versteht sich nicht als Reiseführer aus herkömmlicher Sicht. Michael Bright formuliert es in seinem Vorwort treffend: "Stellen Sie sich vor, Sie könnten die ganze Welt erkunden". Er stößt dem Leser das Tor zu einer metaphorischen Reise in ferne Welten auf.

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Auf über 900 Seiten steigen wir auf das Dach unseres Planeten, um gleich danach weit unter die Meeresoberfläche zu tauchen, wir betreten dunkle Schluchten oder Höhlen mit unglaublichen Dimensionen. Die Reise führt uns durch glühend heiße Wüsten, vorbei an Lavaströmen gewaltiger Vulkane, in das undurchdringliche Grün eines tropischen Regenwaldes oder an den Rand eines farbenprächtigen Korallenriffs. Doch schon bald heißt es, den "dicksten Pelz" aus dem Schrank zu holen, Schneebrille und Eispickel in den Rucksack zu verstauen und die wärmsten Fäustlinge überzustreifen, um das Kalben eines Eisberges am Südpol zu erleben."

Neben atemberaubend schönen Bildern von durchgängig guter Qualität wird der Leser mit einer Vielzahl von Informationen versorgt. Jedes "Reiseziel" enthält Fakten zur geologischen Geschichte, zu einzigartigen Tier- und Pflanzenarten, lokalen Bräuchen und Gefahrenzonen sowie ein kleines Bild zur geografischen Einordnung. 960 Seiten beschreiben die Welt aus der Perspektive von Mutter Natur: ihre unergründlichen Geheimnisse, ihre zum Teil seltsame Schönheit. Viele Berge und bizarre geologische Formationen, Canyons, Dünen, Feuchtgebiete, Gletscher, Fjorde, Vulkane und Flüsse werden vorgestellt. Wir betrachten spektakuläre Geysire, Quellen, Wasserfälle und Gezeitenphänomene, betreten Höhlen, Inseln, Kaps, Krater und Schluchten, verweilen an Korallenriffs, Küsten, Seen, Oasen und Lagunen, durchwandern Wälder, Wüsten und Nationalparks und bestaunen die großartige und teilweise exotische und bizarre Tierwelt.

Die Naturwunder sind nach Kontinenten und Ländern geordnet: beginnend mit Nord- und Mittelamerika (180), Südamerika (86), Europa und der Nahe Osten (233), folgen Afrika (146), Asien (196) und Australien & Ozeanien (144). Den Schlussteil bilden 16 Polarregionen. Ein ausführliches Ortsregister (alphabetisch sortiert nach Ländernamen) sowie ein zusätzliches Sachregister (gegliedert nach geologischen Formationen und Tieren) ergänzen diese hochwertige Ausgabe. Manch eine Gegend sieht man hier zum ersten Mal, eine vielleicht schon bereiste präsentiert sich in völlig neuem Licht.

1001 Naturwunder, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist soll nicht nur als Anregung zu einer erstrebenswerten Reise begriffen werden, sondern gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Dieser "Reiseführer" erinnert uns immer wieder daran, welchen Platz wir selbst in der Welt einnehmen. Durch Wilderei oder Umweltverschmutzung sind viele dieser Naturwunder bedroht und manches wird vielleicht bald nicht mehr in Realität zu betrachten sein.

 

Michael Bright
1001 Naturwunder
Übersetzung: Stefanie Kuballa-Cottone
Edition Olms AG(2007)
960 Seiten, Broschiert, 29,95 Euro
ISBN 10: 3283005427
ISBN 13: 978-3283005429

 



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Kommentare

ShadowMan schrieb am 06.02.2008 01:01

ja klingt wirklich gut.. die Natur ist wunderschön! Leider verliert man in unserer Gesellschaft dafür nur zu leicht den Blick und sieht nicht mehr die wesentlichen Dinge... Irgendwie werden einem hier die falschen Werte vermittelt. Schön wenn einem das beispielsweise durch so ein Buch wieder in Erinnerung gerufen wird. (Obwohl ich lieber das Internet bzw. digitale Bilder bevorzuge, das spart Papier zwinker)



 

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