Neben Mitmachaktionen für Kinder und Jugendlichen hat vor allem die etablierte Kunstszene das Thema aus verschiedenen Perspektiven aufgegriffen. Sowohl in Musik, Film, Theater, Fotografie oder bildender Kunst werden Bezüge zur Artenvielfalt und deren Geschichte hergestellt. <//font>
So will beispielsweise der Künstler Rainer Maria Matysik in seiner Skulpturenlandschaft „Biofakte“ auf die Veränderung der Artenvielfalt durch die Gentechnik aufmerksam machen. Er kommt dabei zu dem provokanten Fazit, dass bald die Grenzen zwischen Pflanzen, Menschen und Tieren verschwimmen würden. <//font>
Neben den bedrohten Arten soll das Kulturprogramm deutlich machen, dass auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit Vielfalt wichtig ist.<//font> <//font>So wie beispielsweise in der Vortragsreihe „Die Vielfalt der Religionen in der einen Welt“, will man darauf aufmerksam machen, dass die Vielfalt der Kulturen, in der die Religion an sich mit eingeschlossen ist, ein schützenswertes und zugleich gefährdetes Gut ist.<//font>
Dies zeigte die Konferenz auch bei ihrem gestrigen Eröffnungskonzert. Sir Bob Geldof, der für seine mittlerweile legendären „Live Aid“ Wohltätigkeitskonzerte von 1985 und 2005 bekannt ist, spielte mit seiner Band für die Delegierten aus aller Welt. Der Abgeordnete von Malaysia, Adrian Lasingbang, der die Interessen der Urwaldvölker vertreten soll, sah in dem Auftritt und der Verbindung mit der Kultur ein wichtiges Zeichen gesetzt. „Dies hier zeigt die kulturelle Vielfalt, und auch die wäre bedroht, wenn die Natur weiter zerstört würde“, sagte er zur Süddeutschen Zeitung.


