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Montag, 19. Januar 2009 16:52 Uhr
Kategorie: Dossier

Von: PF

America Can Change

Am Dienstag wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingeführt. Washington befindet sich am so genannten Inauguration Day im Ausnahmezustand. Ob der Welthoffnungsträger an diesem Tag an seine grünen Versprechungen denkt?

Bild:Pixelio.de

Barack Hussein Obama schwört am Dienstag, nach seiner Wahl zum Präsidenten im November 2008, vor dem U.S. Kapitol seinen Amtseid. Die Hand auf der Bibel.

Ungefähr 3 Millionen Menschen werden mit der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten die größte Party des Jahres feiern. Seinen Namen verbinden die Menschen mit einem neuen Zeitalter in Amerika und einem großen politischen und gesellschaftlichen Wandel.

 

Obama ist am Samstag mit dem Zug in Washington eingetroffen. Wie der legendäre Präsident Abraham Lincoln hat er den Zuschauern aus dem Fenster zu gewunken. Seine Forderung: I want you to change America – Ihr sollt Amerika verändern. Auf der Agenda steht unter anderem der Kampf gegen den Klimawandel. In Amerika sollen zukünftig graue Abgaswolken schrumpfen und Elektroautos summen. 

 

Die Menschen glauben an die Reden des charismatischen Politikers und setzen alle Hoffnung auf ihn. Entsprechend zeigt die amerikanische Sendung „Comedy Central“  einen zaubernden Obama: Magic Obama. Aus seinem Mund wachsen bunte Blümchen. Ein Zeichen für die grünen Versprechungen Obamas. Die Amerikaner hoffen, dass es keine leeren Versprechungen sind.

 

Neue Umwelt- und Klimapläne

 

Amerika ist mit ungefähr 300 Millionen Einwohnern für rund 20 Prozent aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. In diesem Jahr könnte sich allerdings einiges auf dem Gebiet Klima- und Umweltschutz tun, denn Obama hat im Wahlkampf angekündigt, sich intensiv in der Klimapolitik zu engagieren und verstärkt mit Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten.

 

Geplant ist die Einführung eines Emissionrechtehandels nach europäischem Vorbild, mit dem ehrgeizigen Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Außerdem soll sich der Anteil erneuerbarer Energien bis 2012 auf 10 Prozent steigern und die Entwicklung, sowie der Bau verbrauchsamer Autos gefördert werden.

 

Umschwung auf erneuerbare Energien

 

Der neue Präsident sieht die Notwendigkeit dringend etwas an Amerikas Umgang mit Ressourcen und Energien zu ändern. 700 Milliarden US- Dollar sollen in die Energiegewinnung aus alternativen Quellen gesteckt werden und nebenbei jede Menge neue, grüne Jobs schaffen. Obama äußerte bei der Vorstellung des neuen Energieministers im Dezember, dass dies eine große Herausforderung für ein Land sei, das sich aufgrund seines Öl Bedarfs von instabilen Regionen abhängig mache.

 

Mehr Arbeitsplätze durch Energiesicherheit und Klimaschutz

 

Die grüne Wende soll neue Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft wieder beleben.

In Obamas Team sammeln sich Experten für Klima und Umweltschutz. Die frühere Leiterin der US-Umweltschutzbehörde EPA, wird beispielsweise einen neuen Posten für die Koordinierung der Energie-, Klima-, und Umweltpolitik besetzen. Das Amt des Energieministers übernimmt Steven Chu, Physiknobelpreisträger und Leiter des staatlichen Lawrence National laboratory. Schon seit mehreren Jahren forscht er nach den Lösungen für das Energie und Klimaproblem und fordert die Erhöhung der Benzinpreise nach dem Vorbild Europas.

 

Amerikanische Politik und Wissenschaft im Teamwork.

 

Nachdem unter der Regierung Bush Klimaschutz, bis zuletzt Umwelt- und Klimaschutz klein geschrieben wurden, hoffen Wissenschaftler nun auf das Ende der politischen Einflussnahme und mehr finanzielle Unterstützung für den Klimaschutz. Nach dem bedeutendstem amerikanischen Wissenschaftsjournal „Science“ hat die frühere US-Regierung unter anderem die Klimaforschungsbehörde NOAA übergangen.

 

Es ist unbedingt notwendig, dass sich auch Amerika um neue Wege im Energieverbrauch zu Gunsten der Umwelt und des Klimas kümmert. Wind, Wasser und Sonne werden in immer mehr Ländern genutzt. Darf die Welt nun auch auf ein grünes Amerika hoffen? Man sollte sich nicht zu früh auf einen symbolischen Gemüsegarten vor dem weißen Haus freuen.


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